Insgesamt haben 101 Startup-Gründer an der Umfrage teilgenommen (Stand: 19.03.2020). Der Umfragebogen kann nach wie vor hier ausgefüllt werden.

Dennoch lassen sich Tendenzen für die gesamte Startup-Szene aus den Antworten herausziehen. Diese sind weiter unten übersichtlich dargestellt. Auf Anfrage sind Diagramme und weiter Informationen erhältlich.

Rund die Hälfte der Startups rechnet mit massiven Umsatzeinbussen und zwei Drittel sind in einer Finanzierungsrunde. Die befragten Jungunternehmen geben weiter an, dass sich Investoren zurück ziehen und 14 wissen bereits jetzt, dass sie die Runde nicht abschliessen können. Mehr als ein Drittel plant Mitarbeiter zu entlassen. Weitere Updates folgen.

101

STARTUPS WURDEN BEFRAGT

69

STARTUPS BEFINDEN SICH AKTUELL IN EINER FINANZIERUNGSRUNDE

14

STARTUPS GEHEN DAVON AUS, DASS DIE AKTUELLE FINANZIERUNGSGRUNDE NICHT GESCHLOSSEN WERDEN KANN

Was einem Konkurs gleich kommt.

38

STARTUPS GABEN AN, DASS ES BEREITS ABSAGEN VON INVESTOREN GEGEBEN HAT

31

STARTUPS GEHEN DAVON AUS, DASS SIE AUFGRUND DER AKTUELLEN SITUATION MITARBEITENDE ENTLASSEN MÜSSTEN

14

STARTUPS SEHEN SICH IN BEZUG AUF DEN UMSATZ IM 2020 NICHT BETROFFEN.

44

STARTUPS GEHEN VON EINEM MASSIVEN UMSATZEINBRUCH EIN

Habt Ihr andere Kostensenkungsmöglichkeiten? Welche?

Auflistung aller Angaben, die im freiwilligen Feld gemacht wurden.

  • Kostensenkungen (Marketing, Miete etc.)
  • Andere Modelle, online Kurse
  • Ausser Werbung praktisch keine kurzfristigen
  • Bestehende Investoren anfragen
  • Die Gründer werden auf ihr Gehalt verzichten
  • Die Löhne der Mitarbeiter belasten uns als Technologiestartup am grössten. Wenn der Antrag auf Kurzarbeit genehmigt wird, können wir unseren Runway deutlich verlängern. Wenn nicht haben wir keine weiteren Kostensenkungsmassnahmen und auch keine potentielle Einnahmequelle seitens B2B.
  • Mietreduktion / -aufschub, Behördliche Sozialabgaben herauszögern.
  • Mietzins reduktion anfragen
  • Ferien / Leute die das Unternehmen verlassen nicht ersetzen./ neue Geschäftsfelder eröffnen.
  • Investitionsstopp
  • IT ausbremsen
  • IT Entwicklung stoppen
  • IT Stoppen
  • Ja wir reduzieren auf das Nötigste.
  • Kompletter Slowdown
  • Kontaktaufnahme mit Vermieter
  • Laufende Entwicklungsprojekte drosseln
  • Löhne von Gründern
  • lohnsenkungen
  • Lohnsenkungen
  • Lohnsenkungen
  • Lohnsenkungen
  • Lohnverzicht
  • lohnverzicht
  • Lohnverzicht Gründer
  • Lohnverzicht Gründer
  • Lohnverzicht Gründer
  • Lohnverzicht, Verzicht Marketingmassnahmen
  • MA entlassen
  • MA entlassen
  • Marketing
  • Marketing runter fahren und letztlich doch MA entlassen
  • Marketingausgaben, aber mit direktem Impact auf die Traffic KPI’s
  • Mein Lohn reduzieren, Investments nicht tätigen (Filmequipment / Office), Teilzeitarbeitende nicht einsetzen
  • Mietzinsreduktion – hoffentlich
  • a.
  • Nein
  • nein
  • Personalverleih
  • Rechnungen nicht mehr bezahlen
  • Server Herunterfahren.
  • Unsere Dienstleistungen/Services, aber diese sind auch von corona betroffen.
  • Weiterhin keinen Eigenlohn – lange geht dies nicht mehr mit Familien
  • Werbung reduzieren
  • Wir bewegen uns schon auf dem Minimum der Ausgaben
  • Wir könnten die Entwicklung einstellen mit dem Zulieferer. Das kann aber die Folge haben, dass wir die Aufnahme nicht mehr hinbekommen. Der Zulieferer ist ebenfalls ein Startup.
  • Unser Problem ist nicht die Kostensenkung, sondern wir sind wirklich ein typisches Startup in der frühen Phase. Wir sind bereits auf dem Minimum und sind darauf angewiesen, dass es Bergauf geht. Dass die ganzen Startup-Events abgesagt werden, hat für uns einen echten Impact bezüglich User-onboarding und Partnerschaften. Wir waren mit Hubs in der Schweiz in Kontakt für eine mögliche Partnerschaft. Die haben aktuell andere Probleme… Das was wir bei uns sehen, sehen wir auch bei anderen. Jetzt kann man sagen „die Startups hätten es sowieso nicht geschafft“, aber ich glaube nicht, dass das die richtige Betrachtungsweise ist.

Wo drückt es sonst noch? Weitere Probleme?

  • Wir hätten genau jetzt unsere Entwicklung abgeschlossen und die ersten eigenen Produkte launchen können und gewisse Ausgaben kommen jetzt leider rein, 2) unsere B2B Sales welche bis anhin einiges finanziert hatten fallen komplett weg 3) unser dritter Bereich braucht Behörden approval (Swissmedic) und dies kostet Geld -da nichts mehr reinkommt sind diese Kosten massiv für uns (ca 10’000) und mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es sich auch verspäten was richtig weh tut.
    Ein Überbrückungskredit wäre daher super – diesen von einer Bank zu erhalten ist praktisch unmöglich….
    Falls dies alles nicht klappt sind wir als Gründer direkt in der Sozialhilfe da keine ALV (da kein Eigenlohn bezahlt sogar bei Änderung des Gesetzes), dies nach zwanzig Jahren Einzahlung vor Gründung.
  • Aufträge und Zahlungen verzögern sich, was das Hauptproblem ist. Sonst Vielen Dank für den Support
  • Da wir stak in der Gastronomiebranche unterwegs sind trifft uns die Schließung der Restaurant sehr. Wir setzen nun auf Takeaway, uns helfen kann man glaub nicht wirklich.
  • Die Schweiz ist nicht digitalisiert genug. Weder Behördengänge noch eCommerce ist wirklich ready. Wir kriegen Absagen weil die Firmen keine Laptops haben und keine online Kollaboration kennen
  • Die Suche nach Investoren könnte sehr schwierig werden. Auch wird der Virus das Verhalten der zukünftigen potentiellen Kunden verändern, was einer Anpassung des Businessplans bedarf, wenn die Krise virbei ist. Wann werden Investoren wieder investieren? Wann sind Businesskunden wieder aus der Wirtschaftskrise raus, so das sie bereit sind, nicht nur sich intern zu optimieren, sondern auch neue Lösungen/Produkte zu kaufen etc.Der Bund sollte die Startup Förderung finanziell rasch hochfahren, so dass Startups nicht bankrott gehen , bevor sie die Chance hatten, ihr Produkt anzubieten.
  • Die Unterstützungspackete adressieren Startups, die Revenue-Ausfall haben, aber nicht die, welche auf den Aufbau angewiesen wären. Wir sind selber eine Plattform für Startups und haben aktuell mehr Arbeiten als vorher (Arbeit, aber nicht Einnahmen). Startups welche um Tipps bitten wie sie sich vorbereiten können etc. Wir versuchen so gut wie möglich zu helfen.Im Januar wollten wir mit der Finanzierungsrunde starten. Jetzt hat sich alles verzögert. Wir waren mit Investoren im Ausland im Gespräch. Da ist es zur Zeit schwierig. Wir versuchen es jetzt über eine Schweizer Plattform. Um die Zeit zu überbrücken, werden wir eine Kapitalerhöhung mittels FFF machen. Sorgen machen wir uns, wie lange die Corona-Welle nun anhält und wie nachhaltig das Investoren-Verhalten sich ändert. Es gibt Analysen hierzu bezüglich 2008 und der Finanzkriese, welche aufzeigt, dass gerade in der Schweiz, danach die Risikobereitschaft viel tiefer war. Unsere Plattform ist für Startups und wir überlegen uns, ob wir den Fokus viel mehr auf’s Ausland richten müssen, weil die Schweiz allenfalls zu lange braucht sich zu erholen.Wir machen uns nicht nur Sorgen um uns. Sondern wirklich um den Sektor Startups. Wir wissen von anderen Startups, welche die Investorensuche viel harter trifft als uns. Wir wussten von Anfang an, dass wir vermutlich eine Zwischenfinanzierung brauchen und FFF war schon angedacht. Jetzt müssen wir das nur noch umsetzen. Aber andere trifft es harter. Es gibt Startups mit Zulieferproblemen (Teile aus China und US sind nicht mehr lieferbar). Andere Startups haben Investorengespräche welche gecancelled werden etc. Diese Aufbauarbeiten verzögern sich und werden es vielen Startups extrem schwer machen. Hier sehe ich nicht, wie unterstützt werden kann mit den aktuellen Konzepten von „Ausfall – Unterstützung“. Wie kann man den „Ausfall von Investoren“ messen oder einfordern?Am meisten Gedanken machen wir uns um Startups, welche wie wir, ihr ganzes Erspartes rein gesteckt haben. Klar, jeder kennt das Risiko. Aber jetzt wird auch die Wirtschaft impacted. D.h. wenn ein Startup dicht machen muss, dann wird es auch schwieriger werden einen Job zu finden. Und das kann härter zurück schlagen, als man einkalkuliert hat.Und dann noch ein ganz praktisches Thema… wird das Internet stand halten? Wenn das am Schluss ausfällt, dann sind wir (mit „wir“ meine ich einen grossen Teil der Startup-Welt) echt aufgeschmissen. Was immer getan wird… der Internetbetrieb der Schweiz muss sichergestellt bleiben. Und Notariat/Handelsregister… wir sind gerade mitten in der Umwandlung in eine AG und machen nachher eine Kapitalerhöhung um die nächsten Monate über die Runden zu kommen. Wenn die Notare und Handelsregister schliessen würden, dann wäre das für uns eine Katastrophe. Die Banken alleine reichen nicht (gerade nicht bei Startups… die unterstützen Startups in der frühen Phase sowieso nicht)Und noch ein allerletzter Punkt… ich glaube vielen ist nicht bewusst, wie viel Startups und KMUs zur Wirtschaft beitragen. Ich habe gestern selber mal die Zahlen durchgerechnet (wir wollen sensibilisieren und erstellen ein kurzes Dokument zu dem Thema). Die Schweiz ist auf KMUs und Startups angewiesen. Bei der Bevölkerung spricht man davon, den schwächsten zu helfen (älteren Menschen oder Menschen mit Vorgeschichte). Wenn man das gleiche Konzept auf die Unternehmen anwendet, dann sind die Schwächsten die Startups in der frühen Phase. Noch ohne externe Investoren, ohne ein Investoren-Netzwerk (welches jetzt schwierig wird aufzubauen), Startups wo die Gründer keinen Lohn haben, wo es keine Krankentaggeldversicherung gibt, welche nur für kurze Zeit Liquidität haben… das sind die Schwächsten und fallen aus unserer Sicht durchs Netz.
  • Funding
  • Grösste Gefahr sehe ich, dass alle jetzt zuwarten und niemand mehr entscheidet. Chance: Digitalisierung ist grad sehr im Trend (Homeoffice)
  • Im B2B Bereich ist es momentan katastrophal da sämtliche Projekte und Leads direkt eingefroren wurden und dadurch auch bestehende Projekte gestoppt werden mussten. Im B2C Bereich können wir momentan weiterhin wachsen und die PR-Erfolgsstorys aus dem B2B Bereich als Aufhänger und Booster nutzen. Wir haben hohe Kosten für die Löhne unserer Mitarbeiter und inbs. des Dev Teams. Wir versuchen nun einen Grossteil unserer Mitarbeiter für Kurzarbeit anzumelden, damit wir Kosten sparen können.
  • Investorensuche – sie sind verunsichert und Termine fallen aus. D.h. an neues geld ran zu kommen wird anspruchsvoller!
  • rocks könnte beim ausgleichen der aktuellen Verschiebung von Personalbedarf eine wichtige Rolle spielen. Gerne würden wir sowohl Firmen, welche Personal reduzieren als auch Firmen, welche Personal benötigen mit unserem flexiblen Marktplatz unterstützen und Ihnen unsere Plattform zugänglich machen!
  • keine Kurzarbeit für die Gründer / Entscheidungsträger
  • Kurzarbeit für Eigentümer/ – machen und hart verdientes Geld verbrennen, macht kein Spass.
    Idee entlastung Mehrwertsteuer oder Steuern .
  • Problem: Als Arbeitgeber im Angestelltenverhältnis keine private Sicherheit. Keine ALV, keine Kurzarbeit möglich, Haftung VR/GL (AHV, PK, OR725…)
    -> in Krisensituationen würde private Entlastung korrekte, durchdachte Entscheidungen begünstigen.
  • Schlechte generelle Stimmung im Land. positivere News würden dem Gemüt gut tun.
  • Starke Verzögerung und allenfalls Scheitern Finanzierungsrunde, stark erschwerte R&D (Laborarbeit, Reisetätigkeit), verunmöglichte Inbetriebnahmen im Ausland, Kunden schieben Investitionen auf
  • To be seen, how it affects our customers, if they have to delay projects because of COVID19
  • Traction
  • Unsere Kunden (Krankenkassen sowie in der betrieblichen Gesundheitsförderung) haben andere Probleme als Verträge unter Dach und Fach zu bringen.
  • Unsicher ob unser Angebot überhaupt noch von Bedarf ist, da unsicher ob Firmen momentan überhaupt noch anstellen wollen.
  • Unsicherheit wie es weiter geht
  • Völlig unübersichtliche Situation für Unterstüzungsprogramme des Bundes, Kantone, Banken (für KMU’s, juristige Personen, Einzelfirmen, Startups, bei welchen hauptsächlich Mitgründer angestellt sind etc.).
  • Wenn der Warenverkehr und damit Produktion zum Erliegen kommt haben wir ein grosses Problem.
    Alle Kunden sind Risikogruppe, daher alle Sales Aktivitäten eingestellt.
    Messen abgesagt, daher keine Produktedemos möglich.
  • Wir könnten gut mehr Personal gebrauchen, da wir auch in Zeiten von Corona sehr viel Arbeit haben/bieten könnten.
  • Zögerliche politische Umsetzung der Eindämmungsmassnahmen von Covid-19 macht eine weitere Planung nicht möglich. Das meiste läuft ad-hoc.